Exklusiv:Sportkletterwoche Oktober 2019, in Toulon, Frankreich

6. Oktober

Am morgen um fünf Uhr besammelten wir uns beim Verkehrsamt in Schwyz. Wir mussten noch einige Zwischenstopps machen, um Partypeople`s abzuholen. Als dann alle, die mit auf die Sportkletterwoche kommen im Kleinbus waren, begann die Reise so richtig. Viele vertrieben sich die Zeit der achtstündigen Fahrt über Italien mit ausnüchtern oder schlafen. Jedoch gab es, wie in jedem Lager auch, die Schwafeltanten, welche immer etwas zu schwatzen brauchten. Weil der Axen geschlossen war, musste Fähni einen Umweg über Luzern machen. Unterwegs gabs einige WC- und Essens-Pausen. Bevor es in die Unterkunft ging, machten wir Halt bei einem Camping. Nach fünfzehn Minuten Marsch kamen wir zu einem steinigen Badeplatz. Dort sprangen alle ins kalte, salzige Nass und genossen die Abkühlung. Unterwegs schürfte sich Ivan das Knie auf, weil die jungen Jungs Basketball mit einem nicht sehr gut gepumpten Volleyball spielten und er einige ‘Tricks’ vorführen wollte. Es waren noch eineinhalb Stunden Fahrt zu unserer ’Villa’. Dort angekommen, bekamen die Chefs eine sehr genaue Einführung. Wir haben schon sehr bald bemerkt, dass es nur so von Moskitos wimmelte und einige schon nach den ersten fünf Minuten Mückenstiche hatten. Dies wird etwas sein, das wir alle nicht so schnell wieder vergessen werden. Danach richteten wir uns alle bequem ein und genossen den Abend mit feinen Spaghetti, selbstgemachtem Schokokuchen und Gemeinschaftsspielen. Ebenfalls gingen die jungen noch in den Hauseigenen Pool und weihten diesen ein.

7. Oktober

Um sieben Uhr weckte uns eine nervige Melodie von einem Handy, was sich auch Wecker nennt. Am Frühstückstisch war es sehr leise, weil immer noch alle müde sind. Wir brachen auf Richtung Grandes Voies. Wollten wir eigentlich… Die angegebenen zwanzig Minuten Zustiegszeit, wurden nicht eingehalten, da Killian, Manuel und Fähni den richtigen Weg ca. Zehnmal verfehlten. Nach einer Stunde konnten wir endlich losklettern. Zum ‘Zmittag’ gab es Brot mit Aufstrich, Salami, Gurken und Peperoni. Beim Rückweg waren wir alle völlig ausgetrocknet und durstig, weil das Wasser sehr knapp war. Weiter gings zum Decatlon, bei welchem noch nötige Materialien, wie zum Beispiel Hängematten oder Badeschuhe fürs Meer, gekauft wurden. Zum Supermarché mussten wir auch noch, weil die Unterkunft nicht vollständig eingerichtet war. Ebenfalls gebrauchten wir auch noch etwas zum Abendessen. Einige weihten die neu gekauften Dinge bereits im Meer oder Pool ein. Den Abend liessen wir mit Brändi-Dog und Arschlöchern ausklingen.

8. Oktober

Der unangenehme Krach des Weckers riss uns aus dem Schlaf. Während der relativ kurzen Autofahrt machten die meisten noch einmal ein kleines ‘Nickerchen’. Das finden des Wegs war nicht so schwer, wie gestern. Nach 7Minuten Marsch kamen wir an einem Kletterfels an. Wir kletterten bis wir fast nicht mehr konnten. Dann gabs wieder unser Zmittag. Einige spannten sich über den Mittag ihre Hängematten auf und machten es sich gemütlich. Am Nachmittag ging es zurück zum Auto und dann zum Meer. Nach der Abkühlung gab es noch ein ‘Volleyball Spiel’. Finley hat solchen Einsatz gegeben, wie sonst keiner. Im Supermarché kauften wir das Abendessen: Fajitas. Am Abend spielten wir noch einige Runden Skip-Bo und danach gings ab ins Bett.

9. Oktober

Am Morgen um 7.00 weckte uns wieder einmal nervige Musik vom Wecker. Wir fuhren ca. 45 Minuten mit Stau zu unserem Klettergebiet (dachten wir zumindest). Beim aussteigen aus dem Bus eine Erste Einschüchterung: ein ohrenbetäubender Knall. Wir erschraken uns zu Tode. Ja auch in Frankreich wird «gjägeret». Wir liefen gerade mal 10 Meter bis zu einer ziemlich zerschossenen Tafel. Wir liessen uns nicht einschüchtern und liefen weiter. Doch wenig später kehrten wir auch um. Fähni behauptete die Zustiegsbeschreibung sei nicht genau. Doch Alle waren froh zumal immer mehr Schüsse durch die Gegend hallten. Danach gingen wir zu ein paar ziemlich sympathischen Routen direkt am Meer. Wir kletterten bis zum Mittag und danach badeten wir direkt bei der Felswand im Meer, wo Kilian auch einige Erfahrungen im Umgang mit Quallen machte.

10. Oktober  

Den heutigen Morgen begannen wir mit dem selben Prozedere wie auch die Tage zuvor. Doch diesmal mussten wir nur ca. 5 Minuten laufen (ohne Umkehren). Wir kletterten im Klettergarten «Seilbänhli» mit ziemlich schönen Routen bei welchem für alle etwas dabei war. Am Mittag bewies Finley, zum zweiten mal schon in dieser Woche, den «ehrfahrenen Hängemätteler» dass sich auch an abwegigen Orten eine Hängematte spannen lässt. Diese hatten zuvor behauptet dass es heute wohl nichts wird mit Hängematten spannen. Wir liessen den Abend am Pool ausklingen. Und es gab ein feines Znacht von Finley, Ivan und Oliver gekocht. Zum Dessert gab es Tiramisuppe. Das Tiramisu war nämlich zu wenig lange im Kühlschrank. Da hätten wir wohl doch lieber auf Thermomixkind Oliver hören sollen. Dieser behauptet erstens, dass man ein «ghöriges» Tiramisu im Thermomix macht und zweitens, dass man es 24 Stunden im Kühlschrank lassen sollte. Da hatte sich Ivan wohl getäuscht, denn er hatte am vorherigen Abend eine riesige Diskussion ausgelöst.

11. Oktober

Beim «Zmorgä» sagte uns Fähni dass das Tiramisu immer noch relativ flüssig sei aber viel besser aussehe. Die Konsistenz war Teilweisse zwar perfekt, teilweise aber auch noch wie die einer Kürbissuppe. Der heutige Tag bestand aus klettern, sichern, Hängematten aufhängen und diese dann kaum nutzen. Alle wollten den Tag nochmal richtig ausnützen und wir kletterten noch einmal was das Zeug hielt. Dann, um 1 Uhr nachmittags, assen wir «Zmittag» und gingen ein letztes mal Baden. Am Pool wurde nochmal Gas gegeben wir warfen uns Gegenseitig ins Nasse. Ein letztes mal wurde dieser genutzt. Dann wurde das Haus inspiziert und ‘Znacht’ gegessen. Das Abendessen bestand ausschliesslich aus Apero und Resten. Schlussendlich spielten wir noch ein paar Spiele und gingen ein letztes mal in dieser Unterkunft schlafen. Einige machten jedoch auch die Nacht durch, damit sie genug müde sind, um während der schüttelnden Fahrt zu Schlafen.

12. Oktober

Noch ein letztes mal weckte, oder erschreckte uns ein nerviger Ton. Heute war es jedoch bereits um 4.50 Uhr, damit wir nicht erst spät am Abend in unserem Heim ankommen.

Schreiberlinge Chiara,Tabea,Finley